
Unser Aufenthalt in Japan führte uns von Tokyo über Osaka und Kyoto weiter südlich auf die Insel Miyajima. Unterwegs ging sich auch noch ein kurzer Abstecher nach Hiroshima aus.
Der Shitenno-ji Schrein in Osaka

Der Shitennō-ji-Tempel ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans und wurde bereits im Jahr 593 gegründet. Er geht auf den Prinzen Shōtoku Taishi zurück, der eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Buddhismus in Japan spielte. Der Tempel ist den „Vier Himmelskönigen“ gewidmet, die im Buddhismus als Schutzgottheiten gelten.
Obwohl der Tempel im Laufe der Jahrhunderte mehrfach durch Brände und Kriege zerstört wurde, ist er immer wieder originalgetreu aufgebaut worden. Heute beeindruckt der Shitennō-ji mit seiner klassischen Architektur, insbesondere der fünfstöckigen Pagode und der zentralen Tempelanlage. Er ist nicht nur ein bedeutendes religiöses Zentrum, sondern auch ein beliebtes Ziel für Besucher, die sich für japanische Geschichte und Kultur interessieren.
Der Shitennō-ji-Tempel liegt im Süden der Stadt Osaka, im Stadtteil Tennoji. Die Umgebung ist recht zentral und gut erschlossen, sodass man den Tempel bequem erreichen kann.
Am einfachsten gelangt man dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die nächstgelegene Station ist Shitennōji-mae Yūhigaoka (U-Bahn), die nur wenige Gehminuten entfernt ist. Auch vom großen Verkehrsknotenpunkt Tennoji Station – einem wichtigen Bahnhof in Osaka – ist der Tempel in etwa 10–15 Minuten zu Fuß erreichbar. Dank dieser guten Anbindung lässt sich ein Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verbinden. (KD)





Das Hiroshima Memorial

Das Hiroshima Memorial ist eine zentrale Gedenkstätte in Hiroshima, die an die Opfer des Atombombenabwurfs vom 6. August 1945 erinnert. Im Mittelpunkt steht der Hiroshima Peace Memorial (Genbaku Dome), die Ruine der ehemaligen Industrie- und Handelskammer, die sich nur wenige Meter vom Explosionszentrum entfernt befand. Das Gebäude blieb als eines der wenigen Bauwerke teilweise stehen und wurde als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung erhalten. Seit 1996 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Genbaku Dome befindet sich im Hiroshima Peace Memorial Park, einer großzügigen Parkanlage im Stadtzentrum, die auf einer Insel zwischen den Flüssen Motoyasu und Honkawa liegt. In dem Park stehen weitere Denkmäler, darunter das Friedensdenkmal für die Kinder und das Friedensmuseum, das die Ereignisse und ihre Folgen dokumentiert. Der Ort ist nicht nur ein Platz des stillen Gedenkens, sondern auch ein Symbol für Hoffnung, Frieden und die weltweite Abschaffung von Atomwaffen.
Die Lage im Zentrum von Hiroshima macht das Memorial gut erreichbar. Vom Bahnhof Hiroshima Station aus gelangt man in etwa 15–20 Minuten mit der Straßenbahn (Hiroshima Electric Railway, „Hiroden“) zur Haltestelle „Genbaku Dome-mae“. Auch mehrere Buslinien halten in der Nähe des Parks. Vom Stadtzentrum aus ist die Gedenkstätte zudem bequem zu Fuß erreichbar. Dadurch ist das Hiroshima Memorial heute ein wichtiger Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, die sich über die Geschichte informieren und der Opfer gedenken möchten. (KR)
https://www.city.hiroshima.lg.jp/atomicbomb-peace/index.html




Miyajima – Japans heilige Insel

Die Insel Miyajima, offiziell Itsukushima, liegt in der Bucht von Hiroshima und zählt zu den schönsten und spirituell bedeutendsten Orten Japans. Schon bei der Ankunft wird klar, warum sie als einer der „drei schönsten Landschaftsausblicke Japans“ gilt: Das Zusammenspiel von Meer, Bergen und traditionellen Bauwerken schafft eine einzigartige Atmosphäre.
Anreise mit der Fähre
Die Anreise nach Miyajima ist bereits ein besonderes Erlebnis. Von Hiroshima aus fährt man zunächst mit dem Zug bis Miyajimaguchi und steigt dort auf eine Fähre um. Die etwa zehnminütige Überfahrt bietet einen herrlichen Blick auf das Meer und – bei klarer Sicht – schon aus der Ferne auf das berühmte rote Torii im Wasser. Während sich die Fähre der Insel nähert, wächst die Vorfreude auf die besondere Stimmung dieses Ortes.
Der berühmte Itsukushima-Schrein
Das Wahrzeichen der Insel ist der beeindruckende Itsukushima-Schrein, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Besonders bekannt ist das große, leuchtend rote Torii-Tor, das bei Flut scheinbar im Meer zu schweben scheint. Bei Ebbe hingegen kann man bis zu den Pfeilern des Tores hinunterlaufen. Der Schrein selbst steht auf Stelzen über dem Wasser und vermittelt das Gefühl, direkt mit der Natur verbunden zu sein – ein zentrales Element des Shinto-Glaubens.
Die freilaufenden Rehe
Ein weiteres charmantes Merkmal Miyajimas sind die frei herumlaufenden Rehe. Sie gelten als heilige Tiere und bewegen sich ganz selbstverständlich zwischen Tempeln, Geschäften und Besuchern. Oft kommen sie neugierig näher, weshalb man Taschen und Karten gut festhalten sollte. Trotz ihrer Zutraulichkeit sollte man sie respektvoll behandeln und nicht füttern.
Miyajima vereint Natur, Spiritualität und Tradition auf harmonische Weise. Die entspannte Atmosphäre, die historische Architektur und die besondere Lage im Meer machen die Insel zu einem unvergesslichen Reiseziel in Japan. (KD)




Das Printing Museum in Tokyo

Als ausgebildeter Druck- und Medientechniker war der Besuch im Printing Museum, Tokyo für mich mehr als nur ein Programmpunkt auf meiner Japanreise – es war ein echtes Highlight. Das Museum wurde von der japanischen Druckerei Toppan Printing gegründet und verbindet auf beeindruckende Weise Technikgeschichte mit moderner Medienentwicklung.
Besonders spannend fand ich den historischen Bereich, in dem die Entwicklung vom frühen Holztafeldruck bis hin zu modernen Offset- und Digitaldruckverfahren gezeigt wird. Als jemand, der selbst an Maschinen gestanden und Druckprozesse begleitet hat, war es faszinierend zu sehen, wie sich Technik, Präzision und Materialeinsatz über Jahrhunderte verändert haben. Alte Druckpressen, originale Druckplatten und anschauliche Modelle machen die Entwicklung greifbar.
Ein Highlight war für mich die Darstellung der Gutenberg-Presse und ihr Einfluss auf die weltweite Medienlandschaft. Zu sehen, wie sich aus mechanischen Verfahren unsere heutige hochautomatisierte Druckindustrie entwickelt hat, hat mir noch einmal bewusst gemacht, wie wichtig unser Handwerk für die Informationsverbreitung ist.
Gleichzeitig zeigt das Museum auch die Brücke zur Gegenwart: digitale Workflows, Farbmanagement und moderne Produktionstechniken werden verständlich erklärt. Gerade dieser Mix aus Tradition und Innovation hat mich begeistert.
Für mich war der Besuch nicht nur kulturell interessant, sondern auch beruflich inspirierend. Es hat mir gezeigt, dass Drucktechnik weit mehr ist als Produktion – sie ist ein zentraler Teil unserer Mediengeschichte und Zukunft zugleich. (MR)


