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Dublins berühmteste Statuen

Dublin ist eine Stadt, die ihre kulturellen Persönlichkeiten sichtbar ehrt. Überall im Stadtzentrum finden sich Statuen, die an Schriftsteller, Musiker und legendäre Figuren erinnern. Besonders bekannt sind die Denkmäler von James Joyce, Molly Malone, Oscar Wilde und Phil Lynott. Sie stehen nicht nur für einzelne Personen, sondern auch für unterschiedliche Seiten der irischen Identität.

Die Statue von James Joyce befindet sich in der Nähe der O’Connell Street, einer der wichtigsten Straßen Dublins. Sie zeigt den Schriftsteller mit Hut, Brille und Spazierstock, in einer leicht nach vorne gebeugten Haltung. Joyce wurde 1882 in Dublin geboren und gilt als einer der bedeutendsten Autoren der modernen Literatur. Sein bekanntestes Werk, Ulysses, spielt an einem einzigen Tag in Dublin und beschreibt das Alltagsleben der Stadt sehr genau. Viele Orte aus dem Roman existieren noch heute. Die Statue erinnert daran, wie stark Joyce Dublin literarisch geprägt hat, auch wenn er selbst einen großen Teil seines Lebens im Ausland verbrachte.

Molly Malone ist keine historische Person, sondern eine Figur aus einem berühmten irischen Volkslied. Dennoch ist ihre Statue eine der beliebtesten in Dublin. Sie steht heute in der Nähe der Grafton Street, einer belebten Einkaufsstraße. Die Statue zeigt Molly als junge Fischverkäuferin mit einem Karren, auf dem sie Muscheln anbietet. Das Lied erzählt von ihrem harten Leben und ihrem frühen Tod. Molly Malone ist zu einem Symbol für das einfache Volk und das alte Dublin geworden. Viele Besucher bleiben stehen, machen Fotos oder singen sogar Teile des Liedes.

Ein ganz anderes Bild vermittelt die Statue von Oscar Wilde im Merrion Square Park. Sie liegt direkt gegenüber seinem Geburtshaus. Die Statue ist farbenfroh und ungewöhnlich: Wilde liegt entspannt auf einem Felsen und blickt leicht ironisch in die Umgebung. Neben ihm stehen weitere Figuren mit Zitaten aus seinen Werken. Oscar Wilde war bekannt für seinen scharfen Verstand, seinen Humor und seine Kritik an gesellschaftlichen Normen. Die Gestaltung der Statue spiegelt seine Persönlichkeit gut wider und lädt Besucher dazu ein, sich mit seinem Leben und seinen Texten zu beschäftigen.

Die Statue von Phil Lynott erinnert an eine moderne Ikone Dublins. Sie steht in der Nähe der Grafton Street, unweit eines Ortes, an dem er oft gesehen wurde. Phil Lynott war der Sänger und Bassist der Rockband Thin Lizzy und wurde in Dublin geboren. Die Statue zeigt ihn mit seiner Bassgitarre, in typischer Bühnenpose. Für viele Iren steht er für Kreativität, Individualität und die Verbindung von irischer Kultur mit internationaler Rockmusik. Besonders Fans legen oft Blumen oder kleine Andenken an der Statue nieder.

Zusammen zeigen diese vier Statuen, wie vielfältig Dublins kulturelles Erbe ist. Sie verbinden Literatur, Musik, Geschichte und Volkskultur und machen den Stadtraum selbst zu einer Art offenem Geschichtsbuch. (KR)

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